Branche · Jagd & Wildbret

Wildkühlzellen für die Jagd und das Wildbret

Das größte Branchensegment, das wir identifizieren. Jagdgenossenschaften, Jagdvereine, Berufsjäger, Wildbret-Verarbeiter: Die Wildkühlzelle ist das zentrale Ausrüstungsstück Ihrer Saison. Mit R290-Aggregat ab Werk, vor der Saison geliefert, ausgelegt für Aufhängung und Wildbrethygiene-Rückverfolgbarkeit.

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Saisonalität: Saisonale Spitze September-Februar, Bestellung idealerweise im Mai-Juni

Die Jagdsaison verdichtet Wochen intensiver Tätigkeit auf 4-5 Monate. Die Wildkühlzelle ist dabei das prägendste Ausrüstungsstück nach dem Zerlegeraum. Eine schlechte Zelle = verlorene Tierkörper, negative amtliche Kontrolle und hygienisches Risiko. Eine gute Zelle = operative Gelassenheit + Wertschöpfung der Strecke.

Vorschriften

EU-Wildbrethygiene — Verordnung (EG) Nr. 853/2004

Die Wildkühlzelle muss eine Durchkühlung in unter 24 h (Großwild) bzw. 12 h (Kleinwild) ermöglichen. Temperaturbereich: 0 bis +7 °C für Aufhängung/Reifung, ≤ +4 °C für die Lagerung transportfertiger Tierkörper. Identifizierbar, für amtliche Kontrollen zugänglich, mit einem registrierenden Thermometer ausgestattet (Fernüberwachung empfohlen). Rückverfolgbarkeit je Tierkörper verpflichtend (Wildmarke + Register).

Quelle: Verordnung (EG) Nr. 853/2004 — Anhang III, Wildbret

Wichtige Merkmale

Was Ihre Branche braucht

Schienen und Aufhängehaken

Durchgehende Edelstahlschienen 304, Höhe 1,90 m, verschiebbare Haken. Standard: 2 Schienen × 8 Haken auf einer 20-m³-Zelle = 16 aufgehängte Wildschwein-Tierkörper.

Rutschhemmender Lebensmittelboden

T-Floor aus Aluminium mit Profil + zentrale Rinne zur Abführung der Abläufe. Gefälle 1,5 % zum Edelstahl-Ablauf Ø 80 mm, an die Abwasserleitung anschließbar.

LED-Beleuchtung IP65

200 Lux in 1,5 m Höhe — ausreichend für Tierkörperidentifikation + Sichtkontrolle. Bewegungsmelder zur Energieersparnis außerhalb der Arbeitszeit.

Registrierendes Thermometer

Dixell XR60CX im Standard + redundanter Doppelfühler. Option: GSM-Modul für Fernüberwachung und SMS-Alarme bei Temperatur außerhalb des Bereichs.

Dimensionierung nach Jagdstrecke

Faustregel: 1 ausgewachsenes Wildschwein = 1,5 m Schiene + 0,2 m³ Nutzvolumen in der Aufhängung. 1 Reh = 0,8 m Schiene + 0,1 m³. Für eine Jagdgenossenschaft mit 30 Wildschweinen und 50 Rehen pro Saison, mit Spitze von 8 Wildschweinen + 12 Rehen an einem Drückjagd-Wochenende: 20-25 m³ Nutzvolumen mit 2 Schienen × 10 Haken vorsehen. Für einen Berufsjäger oder Verwalter großer Reviere (>100 Wildschweine/Jahr): 30-40 m³ mit konsequenter Rotation.

Bestellkalender — die Saison vorausplanen

Lieferzeit 8-12 Wochen ab Auftrag, also 2-3 Monate. Für eine Zelle, die zum 1. September (Beginn der Wildschweinjagd) einsatzbereit ist, bestellen Sie spätestens vor dem 1. Juni. Für eine Sonderjagd auf Rotwild im November-Dezember: Bestellung Juni-Juli. Eine im August für September aufgegebene Bestellung kommt nicht rechtzeitig an — das ist die häufigste Enttäuschung, die wir jedes Jahr erleben.

Aufhängung vs. Tiefkühlung: den richtigen Ansatz wählen

Die Aufhängung erfolgt im Plus-Bereich (+2 bis +4 °C). Die Tiefkühlung ist erst nach dem Zerwirken sinnvoll, um Teilstücke aufzubewahren oder den Überschuss bei sehr ertragreicher Drückjagd zu lagern. Ideale Konfiguration für eine aktive Jagdgenossenschaft: 70 % Plus-Bereich für die Aufhängung + 30 % Tiefkühl für die Langzeitlagerung. Genau das deckt unsere Kombi-Kühlzelle ab.

Rückverfolgbarkeit und Register

Jeder eingehende Tierkörper muss identifiziert (Wildmarke, Kennzeichnung) und registriert werden. Wir bieten optional ein Rückverfolgbarkeits-Kit: Edelstahl-Etikettiertisch am Eingang + druckbares PDF-Register. Für Strukturen, die digital arbeiten wollen, akzeptieren unsere Zellen Fernüberwachungslösungen (Sigfox/LoRa/GSM) mit HACCP-kompatiblen Exporten.

Questions fréquentes

Wie viele Wildschweine kann man in einer 20-m³-Zelle aufhängen?

Mit 2 Schienen × 10 Haken im Standard etwa 14-16 ausgewachsene Wildschweine (~80 kg) in einfacher Aufhängung. Mit einer dritten seitlichen Schiene (Option +280 € zzgl. MwSt.): bis zu 20-22 Wildschweine. Für Rehwild rechnen Sie +40 % Kapazität (das Reh hängt kürzer). Bei intensiver Drückjagd verdoppelt die Rotation zwischen Reifungs-Aufhängung und Zerwirken den wöchentlichen Durchsatz.

Erleichtert eine Container-Kühlzelle die amtliche Kontrolle?

Ja. Die amtlichen Kontrolleure, die wir treffen, bewerten Container-Kühlzellen eher wohlwollend: neue identifizierbare Struktur, einfache Rückverfolgbarkeit, klare CE-Materialkonformität. Wiederkehrende Aufmerksamkeitspunkte bleiben der Ablauf (Anschluss an die Leitung oder dichter Tank) und das registrierende Thermometer (Vorhandensein + verfügbare Aufzeichnungen). All das ist bei unseren Modellen Standard.

Kann man die Zelle in einem Wald oder an abgelegenem Ort aufstellen?

Ja, sofern eine Stromversorgung vorhanden ist. Die 10-m³-Zelle läuft mit 230 V einphasig 16 A, ausreichend für eine Verkabelung von einer ausgestatteten Jagdhütte aus. Für völlig abgelegene Standorte: leises Diesel-Notstromaggregat 4 kVA als Standby (+ ~2.500 € zzgl. MwSt.) oder Solar-Kit mit Batterien (machbar, aber Investition > 15.000 € zzgl. MwSt., im Einzelfall zu prüfen).

Braucht man eine behördliche Genehmigung zur Lagerung von Wild?

Für den Eigenverbrauch und die Abgabe kleiner Mengen direkt an den Endverbraucher: keine spezielle Genehmigung über die Streckenmeldung hinaus. Für den Verkauf an Gastronomen oder Händler: Registrierung/Zulassung als Wildbearbeitungsbetrieb erforderlich, die ihrerseits strengere Ausrüstungsnormen vorgibt. Unser Katalog deckt beide Fälle ab — das Datenblatt nennt die jeweils geltende Konformität.

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